Heißer Trail

29.06.2019 - geschrieben von Werner Kleffner

Um 06:00 Uhr morgens holen uns insgesamt vier Busse von unserem Ferienort Silbertal im Montafon ab und bringen uns (ca. 200 Läufer) zum Startort des Montafon-Marathon nach St. Anton am Arlberg.

Pünktlich um 08:30 Uhr fällt der Startschuss und es geht auf den ca. 15 km langen Anstieg. Dieser Abschnitt führt über kleine Stiegen, durch Engstellen mit Wurzelwerk und felsigen Untergrund sowie an Almwiesen und Pferdekoppeln vorbei. Wir haben die Baumgrenze erreicht und die Sonne brennt auf unseren Pelz. Es ist eine beeindruckende Landschaft im alpinen Gelände.

Ab km 15 jedoch geht's erst richtig zur Sache. Der Wanderpfad /Trail verläuft auf vom Weidevieh ausgetretenen Wegen mit Steinblöcken und Wasserläufen, selbst Schneefelder müssen überquert/durchlaufen werden. Dabei geht es an einem langen See vorbei, der auch so heißt: „Langersee“. Wir müssen stehen bleiben, um diese grandiose Aussicht zu genießen, denn dieser anspruchsvolle Streckenabschnitt erfordert absolute Aufmerksamkeit. 

Ab km 17,5  (höchster Punkt auf 1.975 m) laufen wir einen Forstweg, der im Untergrund weitestgehend geschottert ist, bis ca. km 28 wieder hinunter. Bei der Verpflegungsstelle „Fellimännle“ geht‘s für die Marathonis wieder ca. 500 m hinauf über „echte“ Wanderpfade und eben wieder Forstwege. Ab km 34 ist dann erneut Abstieg über Wanderpfade angesagt. Die letzten 3 km bis ins Ziel verlaufen relativ normal.

Anette hatte sich für den 33-km-Trail angemeldet, dadurch braucht sie die letzten Höhenmeter nicht laufen. Die Temperaturen sind über 30 Grad, die vielen Wasserläufe und -tröge am Wegesrand sorgen für die nötige Abkühlung. Im Ziel tut die Orga alles, um die Läufer wieder runter zu kühlen. Alles in Allem ist es eine perfekte Veranstaltung und jedem nur zu empfehlen.