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10. Käselauf – Jubiläumslauf von Wewer nach Nieheim – „Erlebnis steht vor Ergebnis“

01.09.2018 - von Paul Ahlemeyer und Ulrich Böckler

 

Im Nachgang zum 1. Deutschen Käsemarkt 1998 in Nieheim und einer runden Geburtstagsfeier des Ehepaares Paul und Anne Ahlemeyer im Jahr darauf entstand seinerzeit in geselliger Runde die Idee, einen langen Lauf von Paderborn-Wewer über das Eggegebirge bis nach Nieheim zu organisieren. Beide Ahlemeyers wohnen zwar als Familie schon seit Jahrzehnten in Wewer, stammen aber direkt aus Nieheim bzw. aus Eversen, welches jedoch zu Nieheim gehört.

Der „Käse-Lauf“ oder auch „Käse-Marathon“ genannt war geboren. Zum 2. Nieheimer Käsemarkt Anfang September 2000 wurde der erste Lauf dieser neuen Art sodann von Christa Altmiks und Anne Ahlemeyer in ihrer Funktion als Lauftreffleiterinnen des LT Elsen-Wewer initiiert. Engagiert gingen die beiden zur Sache und suchten mit tatkräftiger Unterstützung des Altenbekener Lauffreundes Hans-Dieter Müller eine praktikable Laufstrecke, die letztlich über ca. 43 Kilometer von Wewer aus über Nordborchen, den Haxterberg, Dahl, Schwaney, Buke, Langeland und Merlsheim bis zur historischen Telegrafenstation vor Nieheim festgelegt wurde. Nach einer halbstündigen Pause sollte von dort aus dann nach Nieheim eingelaufen werden.

Die Erstauflage am 02.09.2000 mit 24 Läufern und Läuferinnen, 4 Helfern und 2 Fahrradfahrern endete zwar in strömenden Regen, aber im Ziel angekommen waren damals alle Läuferinnen und Läufer überglücklich und zufrieden. Nach einem herzlichen Empfang durch den Bürgermeister der Stadt Nieheim nahm man gern sein Angebot an, die müde gewordenen Muskeln beim kostenlosen Schwimmen im örtlichen Hallenbad zu entspannen. Zudem gab es für jeden auch noch ein Getränk und eine Einladung zum anschließenden Marktbummel. Für alle Teilnehmer war somit klar, dass dieses Event fortan zum alle zwei Jahre in Nieheim stattfindenden Käsemarkt wiederholt werden sollte.

Die Käseläufer frühmorgens kurz vor dem Start in Wewer - Foto: Hubert Steins

So feierte der Käse-Lauf nun am letzten Wochenende mit seiner nunmehr 10. Auflage ein rundes Jubiläum und erfreut sich inzwischen weit und breit einer besonderen Beliebtheit. Nach der Ehrung von Christa und Anne mit jeweils einem Pokal für die außergewöhnliche Käselauf-Idee und das besondere Engagement schickte Chef-Organisator Paul Ahlemeyer die 43-köpfige Läufer- und Helferschar am  Samstagmorgen kurz nach 09:00 Uhr von Wewer aus bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen spätsommerlichen Temperaturen auf die Strecke.

Irgendwo im Nirgendwo zwischen Dahl und Schwaney - Foto: Hubert Steins

Dieser Lauf wird nunmehr seit beinahe 20 Jahren stets ohne Zeitnahme und mit eingestreuten, nur wenige Minuten dauernden Pausen einschließlich leckerer Verpflegung in Form von Mineralwasser, Cola, Weintrauben, Bananen, Gebäck und natürlich Käsewürfeln durchgeführt. Es geht dabei immer vordergründig um Geselligkeit und Spaß unter dem Motto „Erlebnis vor Ergebnis“. So haben bisher insgesamt 400 Läuferinnen und Läufer u.a. aus Paderborn, Dahl, Schwaney, Altenbeken, Buke und Bad Driburg an den „Käse-Marathons“ nach Nieheim teilgenommen. Zusammen mit allen Helfern, Wege-Scouts und Fahrradbegleitern waren das sogar über 500 Personen. Alle bisherigen Käseläufe wurden mit viel Herzblut von Anne und Paul Ahlemeyer vorbereitet und organisiert. Auch die landschaftlich herrliche Strecke wurde seitdem kaum verändert. Lediglich der letzte Teil führt seit einigen Jahren statt über Langeland und Merlsheim nunmehr über Bad Driburg, Alhausen und Pömbsen. Auf den nach wie von 43 Kilometern werden dabei in 9 aufeinanderfolgenden Etappen ca. 700 Höhenmeter bewältigt. Ein besonderes Erlebnis ist immer die Passage über den Klusberg bei Pömbsen. Von dieser nach dem Köterberg zweithöchsten Erhebung Ostwestfalens aus hat man bei fast wolkenlosem blauen Himmel und klarer Sicht einen herrlichen Rundblick in alle Himmelsrichtungen: im Westen bis zum Hermannsdenkmal und zum Teutoburger Wald, im Norden zur Burg Schwalenberg und bis weit ins Lipperland, im Osten zum Köterberg und über das Wesertal in den Solling und im Süden bis zum Reinhardswald kurz vor Kassel, einfach fantastisch.

Auf dem langen Anstieg vor Buke - Foto: Hubert Steins

Vor der Festbühne auf der Museumsmeile in Nieheim angekommen wurden die diesjährigen Käseläufer wieder mit Live-Musik und unter dem Beifall der zahlreichen Käsemarktbesucher vom stellvertretenden Bürgermeister Erwin Nowak herzlich willkommen geheißen. „Genau dieser Stelle war früher einmal einer meiner liebsten Spielplätze“ gestand Anne Ahlemeyer als gebürtige Nieheimerin in ihren Dankesworten. Belohnt für alle Mühen wurden alle Aktiven nebst Helfern und Begleitern dann anschließend mit dem Ausschwimmen im Nieheimer Hallenbad und einem anschließenden Umtrunk auf der Außenterrasse des Bades. Paul Ahlemeyer nahm dabei noch einige Ehrungen mit Pokalen und Urkunden vor. Für die Teilnahme an allen 10 bisherigen Läufen: Anette Schäfers, Anne Ahlemeyer, Ulrich Böckler und Hubert Steins. Hubert Steins wurde außerdem für sein besonderes Engagement als Fotograf bei allen Läufen besonders geehrt. Auch Paul Ahlemeyer als Chef-Organisator kam hierbei nicht zu kurz.

Ehrungen für (v.l.) Hubert Steins (Fotograf und 10. Teilnahme), Paul Ahlemeyer (Chef-Organisator), Anette Schäfers (10. Teilnahme), Anne Ahlemeyer (Organisation und 10. Teilnahme) und Ulrich Böckler (10. Teilnahme) - Foto: Hubert Steins

Im Anschluss an die Verteilung der Teilnahmeurkunden und der Erinnerungsgeschenke einschließlich eines guten Stücks Nieheimer Käse hieß es dann „auf in das bunte Treiben des 11. Nieheimer Käsemarktes“ und nach ausreichend Käse-, Flammkuchen und Weißweingenuss ging es um 20:30 Uhr mit einem Bus auf die Heimreise in den Paderborner Raum. Alle Aktiven fanden diesen Lauf mit all den damit verbundenen Erlebnissen wieder einmal sehr gelungen und freuen sich auf das nächste Mal in zwei Jahren.