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Ein unbeschreibliches (Lauf-)Erlebnis in der nördlichsten Hauptstadt der Welt

25.08.2018 - von Simone Flottmeier

Kurz nach 07:00 Uhr am Donnerstagmorgen (16.08.) ging es los: Parallel machten sich sechs Frauen im Zug (Erika, Tanja, Magda, Irina, Julia und Birgit) und eine weitere vier-köpfige gemischte Gruppe (Claudia, Matthias, Resi und Simone) im Auto auf den Weg zum Flughafen nach Düsseldorf. Vor uns lag eine Islandreise mit – wie soll es anders sein – der Teilnahme am 35. Reykjavik Marathon 2018.

Voller Motivation und Euphorie wurden am Flughafen die letzten (von Julia selbstgenähten!) Turnbeutel verteilt, ein zweites Frühstück eingenommen und das obligatorische „Abfluggruppenfoto“ gemacht, bevor der Flieger mittags den gut dreieinhalbstündigen Flug auf die am nördlichsten gelegene Insel und zugleich in das mit ca. 350.000 Einwohnern am dünnsten besiedelte Land Europas antrat.

Während Matthias, unser „Hahn im Korb“ die Augen zumachte, stöberten wir Frauen in den ersten Zeitschriften der isländischen Fluggesellschaft nach guten Bars und Einkaufsmöglichkeiten.

Bei – für uns ungewöhnlich kalten – 13 Grad stiegen wir in Keflavik aus dem Flieger und fuhren mit dem Bus gut 60 km weiter nach Reykjavik, wo ca. 60 % der Gesamtbevölkerung Islands leben.

Nachmittags machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur „Expo“, der hiesigen Laufmesse, zum Abholen unserer Startunterlagen, bevor wir den Abend bei leckerem Essen gemütlich ausklingen ließen.

Der nächste Tag war eigentlich, mit Blick auf den bevorstehenden Lauf, zum Ausruhen gedacht. Doch aus dem „ein bisschen Bummeln“ wurde dann doch ein ausgiebiger Stadtrundgang durch die Einkaufsstraßen Reykjaviks mit einem wiederholten Abstecher zur Laufmesse, um letzte Laufutensilien zu erwerben.

Die Suche nach einem Restaurant, in dem wir unsere eigene „Pastaparty“ feiern konnten, gestaltete sich schwieriger als gedacht und der Aussage eines Einheimischen: „Pasta? Sie sind in Island!“ mussten wir zugegebenermaßen insgeheim auch schmunzelnd zustimmen. Aber wir wurden letztendlich doch fündig und hatten einen geselligen und schönen Abend. Es war deutlich zu merken, dass die Anspannung und Aufregung bei allen langsam zunahm…

Bereit zum Start: (v.l.) Claudia, Tanja, Irina, Simone, Matthias, Birgit, Magda, Julia, Resi, Erika - Foto: Claudia Böddeker

Samstag (18.08.) war es dann endlich so weit: Bei sonnigen 12 Grad und damit besten Laufbedingungen trafen wir uns um 08:00 Uhr im Startbereich. Sichtlich aufgeregt aber bestens gelaunt und vorbereitet machten wir noch ein „Vor-dem-Lauf-Foto“, bevor es dann pünktlich um 08:40 Uhr für die Marathonis (Erika, Birgit, Julia und Simone) und die Halbmarathonis (Claudia, Matthias, Magda, Tanja) auf die Strecke rund um Reykjavik ging. Etwa eine Stunde später starteten die 10 km Läufer mit Resi und Irina.

Entlang der Küste bei nur durchschnittlich 30 Höhenmetern war es eine beeindruckende Laufstrecke. Die Einheimischen feuerten uns kräftig an, machten oftmals selbst Musik und hatten eigene zusätzliche Verpflegungsstationen für die Läufer aufgebaut.

Nach dem Lauf trafen wir uns im Zielbereich wieder und die Freude stand allen ins Gesicht geschrieben. Ohne Verletzungen und größere Zwischenfälle haben alle das Ziel erreicht und trugen die Medaillen voller Stolz um den Hals. Besonders Julia genoss es: Es war ihr erster Marathon!

Unsere Novizin Julia (links) finishte ihren 1. Marathon in der Super-Zeit von 03:47:26 - rechts neben ihr Birgit und Erika - Foto: Claudia Böddeker 

Abends besuchten wir die über Islands Grenzen hinaus bekannte Kulturnacht: Ein buntes und tolles Programm, das auf den Straßen und in den Bars Reykjaviks immer am 3. Wochenende im August stattfindet.

Mit einem großen Feuerwerk am Hafen endeten das Fest und der Abend, bevor alle müde in ihre Betten fielen.

Während Erika, Julia, Birgit, Tanja, Irina und Magda noch ein paar Tage die atemberaubende Landschaft fern ab der Hauptstadt erkundeten, Vulkane, heiße Quellen und grandiose Wasserfälle erlebten und erst am Samstag (25.08.) den Rückflug Richtung Heimat antraten, ging es für den Rest bereits Sonntagnacht bzw. Mittwoch zurück.

Es war für alle ein ausnahmslos unbeschreibliches (Lauf-)Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird!

 

Ein unbeschreibliches (Lauf-)Erlebnis in der nördlichsten Hauptstadt der Welt