Im Land der tausend Berge

26.05.2018 - von Werner Kleffner

Beate Rosentreter von den Haxter-Lauffreunden gab uns den Tipp …

… und am letzten Mai-Samstag 2018 ist der Tag endlich da -  um 08:00 Uhr beginnt die nur 1-stündige Fahrt nach Bödefeld (77km), also gar nicht so weit.

Mit dem Bödefelder Hollenmarsch/-lauf erwartet uns ein riesiges Event im Sauerland (Schmallenberg-Bödefeld) - das ganze Dorf ist auf den Beinen.

Ich hatte mich für das L-Paket (Marathon Distanz: 42,4 km, Auf- und Abstieg: 1.145 Höhenmeter mit Erweiterungs-Option auf 55km) und Anette für das M-Paket (Halbmarathon Distanz: 21,9 km, Auf- und Abstieg: 570 Höhenmeter) angemeldet.

An der Bödefelder Schule am „Mutter Teresa Platz“ ist Start und Ziel.

Es sieht alles nach einer großen Sache aus. Das Wetter zeigt sich von seiner „besten Seite“, Sonnenschein und Temperaturen bis 26 Grad
Um 10:00 Uhr werden die Marathonis und um 11:00 Uhr die Halbmarathonis auf die Strecke geschickt. Zuerst geht es an einem kleinen Bach und an der Kirche in Bödefeld vorbei. Bald führt ein breiter Forstweg aufwärts. Wir verlassen die „Waldautobahn“ und wenden uns einem schönen Trailstück zu. Das Gelände ist wechselhaft. Mal im Wald, dann hinaus in die offene Landschaft mit schönen Weitblicken in der Sonne, dann wieder im Schatten. 200 Höhenmeter führt uns der erste Aufstieg hinauf - Gellinghausen wird dann nach einer längeren Abwärtspassage erreicht. Hier ist nach 9 Kilometern der erste Verpflegungspunkt. Es gibt alles, was das Läuferherz begehrt. Wieder in der Sonne vollenden wir den weiten Bogen um Bödefeld und laufen wieder auf den Ort zu.

Der Planetenweg führt uns nach Bödefeld hinein. Rasch geht es wieder aus dem Dörfchen hinaus und der zweite Verpflegungspunkt „Zur Wahr“ erwartet uns nach 15 Kilometern. Wir laufen oberhalb von Bödefeld in Richtung Kreuzbergkapelle - zunächst wieder auf breitem Waldweg, dann auf schmalem Pfad. Hinweisschilder zu Loipen zeigen die sportlichen Nutzungsmöglichkeiten im Winter. Ich bin froh, dass wir wieder im Schatten laufen. Die Kapelle erreichen wir in der Sonne. Kurz darauf passieren wir im Wald den Abzweig der Halbmarathon-Läufer. Wir halten uns rechts - breite Forstwege bringen uns zum Verpflegungspunkt 3 „Nasse Wiese“. Zunächst liegt der Großteil der Strecke noch vor uns. Rechts geht es wieder in den Wald und es heißt erneut bergan laufen. Ich liebe das Berganlaufen.

Wir sind im Naturschutzgebiet Hunau unterwegs. Dass hier Wintersport angegesagt ist, erfahren wir hautnah, als wir eine Skipiste steil bergan steigen müssen. Puh, dabei kommen alle ordentlich ins Schwitzen. Gut ausgebaute Waldwege bringen uns an einen markanten Fernsehturm. Wir verlassen aber bald die Asphaltpiste, biegen scharf nach links und machen uns daran, die mühsam erklommenen Höhenmeter wieder zu vernichten. Es geht lange bergab bis wir den vierten Verpflegungspunkt in „Obersorpe“ erreichen.

Nach dem Abstieg nach Obersorpe steht zur Abwechslung wieder ein Aufstieg an. Es geht von einem Naturschutzgebiet in das nächste. Die Landschaft des Sauerlandes ist einfach Klasse.
Die Strecke ist weiterhin sehr abwechslungsreich - mal im Wald auf breiten Forstwegen, mal auf einem schmalen Pfad, mal mehr, mal weniger steil. Dann wieder in der offenen Landschaft mit herrlichen Panoramablicken.
Auf einer Straße laufen wir wenige Meter, bevor es uns wieder in den Wald zieht. Wir passieren den Wendepunkt der Marathonstrecke.
Ich entdecke im Wald ein Schild mit der Aufschrift „Zum Ziel 8 Kilometer“.
Das lese ich natürlich gerne, aber es beflügelt mich nur wenig, denn es geht schon wieder bergan.
Drei Kilometer weiter erreiche ich den letzten Verpflegungspunkt und schütte mir ein paar Becher Cola rein … das wird wohl reichen bis ins Ziel.

Mit 04:41 Stunden und dem zweiten Altersklassen-Platz (leider eine Minute nach dem ersten Altersklassen-Platz), komme ich ins Ziel und bin überglücklich, dieses tolle Sauerland-Event gefinisht zu haben. Anette und die Zuschauer einschließlich des Moderators empfangen mich mit Glückwünschen.

Auch Anette meistert ihren Halbmarathon in 02:34 Stunden und dem ersten Altersklassen-Platz sehr gut.

Nach dem üblichen „Warm-Up“ (Kaffee und Kuchen) geht`s wieder heim … wir können diese Super-Veranstaltung nur jedem empfehlen.

Mit sportlichen Grüßen - Anette und Werner