Viele Wege führen nach Neuenbeken

23.09.2017

  

Eher zufällig kehrten an einem Sommertag des Jahres 2016 Anette Schäfers und Werner Kleffner zum Abschluss einer Wanderung über den Neuenbekener Höhenweg im Klostercafé des Missionshauses der Schwestern vom Kostbaren Blut ein.

Dabei kamen sie mit der Provinzialoberin Sr. Maria Georg Loos CPS ins Gespräch und erfuhren einiges zu den zahlreichen Projekten, die von den Schwestern betreut werden, so auch über die "Amani-Schule" für Straßenkinder in den Slums von Kenias mehr als drei Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Nairobi.

Da beide aktive Läufer im Lauftreff Elsen-Wewer sind und es sich der Lauftreff nun schon seit fast 25 Jahren zur Aufgabe gemacht hat, kranke und benachteiligte Kinder und Jugendliche in diversen Projekten finanziell zu unterstützen, schlugen sie auf der Lauftreff-Winterparty am Anfang des Jahres dieses Projekt zur Auswahl als Spendenzweck des diesjährigen Fun-Laufs vor Libori vor. Das Vorhaben wurde seinerzeit sofort auch mit großer Mehrheit aufgegriffen und schließlich stand Anfang August mit 4.400 Euro ein stattlicher Reinerlös des Fun-Laufs fest.

Spendenübergabe in Neuenbeken mit Sr. Angelika Hellbach CPS (2.v.l.), Sr. Maria Georg Loos CPS (7.v.r.), Anette Schäfers (6.v.l.) und weiteren Lauftrefflern - Foto: Ulrich Böckler

Traditionell nach den großen Sommerferien war nun auch wieder die Übergabe des Geldes angesagt und wie es sich gehört, machten sich wieder einige Aktive diesmal auf verschiedenen Abschnitten laufend von Wewer aus über Borchen und Dahl (Anette, Marion, Mona und Mechthild) bzw. über die Paderborner Südstadt und Benhausen (Fabian und Dietmar) auf den ca. 20 Kilometer langen Weg zum Missionshaus nach Neuenbeken. Dort wurden sie von Sr. Maria Georg Loos CPS und der Provinzprokuratorin Sr. Angelika Hellbach CPS zusammen mit weiteren Lauftrefflern empfangen und gemeinsam ging es nach der Scheckübergabe zu kühlen Getränken, Kaffee sowie zu frischen Waffeln mit Sahne und heißen Kirschen erneut ins Klostercafé. Natürlich wurden dabei zahlreiche Gespräche geführt und ein interessanter Abriss zur Geschichte und zu den Aufgaben des in Marianhill/Südafrika gegründeten und heute außer in Südafrika weltweit u.a. in den Niederlanden, Kongo, Tansania, Kenia, Simbabwe, Deutschland, Dänemark, USA, Österreich, Papua-Neuguinea, Kanada, Portugal und Rumänien tätigen Ordens mit einer Führung durch das klostereigene Museum und die Klosterkirche rundete den Besuch bei den Schwestern schließlich ab.

Fabian und Dietmar ließen es sich ganz am Ende dann auch nicht mehr nehmen, die komplette Strecke noch einmal zurück nach Wewer zu laufen.

Übrigens: Wir wir erfahren durften, bedeutet das lateinische Kürzel CPS "congregatio pretiosi sanguinis" nichts anderes als "Gemeinschaft vom Kostbaren Blut". Die Schwestern erzählten uns aber, dass sie selbst das auch gern mit "Clevere patente Schwestern" übersetzen.